Archiv der Kategorie 'Allgemein'

NEUIGKEITEN: Antifaschistische Aktion Speyer/Schifferstadt – neuer Blog online!

Die Antifaschistische Aktion Speyer und Antifaschistische Aktion Schifferstadt findet ihr ab sofort unter dem neuen Namen „Antifaschistische Aktion Speyer/Schifferstadt“ hier:

www.antifa67.blogsport.de

[Ludwigshafen] Der Nazikundgebung am 13. November 2013 entgegentreten!

Am kommenden Mittwoch, den 13. November 2013, wollen Neonazis aus der Vorderpfalz vor der Flüchtlingsunterkunft in Ludwigshafen-West aufmarschieren. Hierbei wollen sie an die ras­sis­ti­sche und so­zi­al­chau­vi­nis­ti­sche Hetze, die der­zeit bundesweit einen neuen Auf­schwung er­lebt, anknüpfen. Erst im Oktober waren in Schifferstadt rund 40 Neonazis ebenfalls gegen ein neues Flüchtlingsheim auf die Straße gegangen. Lasst uns daher gemeinsam, solidarisch und entschlossen den FaschistInnen entgegentreten:

Treff­punkt für An­ti­fa­schis­t_in­nen ist um 18:30 Uhr auf der DGB-​Kund­ge­bung in der Bay­reu­ther­ Straße 49 am Emmi-Knauber Hort!

Den antifaschistischen Widerstand organisieren!
Refugees welcome!

[Speyer] Bericht zur antifaschistischen Veranstaltungsreihe, Stadtspaziergang und dem Gedenken an den 75. Jahrestag der Reichspogromnacht!

In der vergangenen Woche, vom 04. bis 10. November 2013, fand in Speyer die „Woche des Antifaschismus“ statt, zu welcher der Rosa-Luxemburg-Club aufgerufen hatte.

Zu den beiden Autorenlesungen, die sich thematisch mit Rechtspopulismus („Die neuen Rechten – Zwischen Neoliberalismus und Rassismus“) und der Novemberrevolution („95 Jahre Novemberrevolution – Eine andere Welt war möglich“) befassten, fanden sich zahlreiche interessierte Besucher_innen ein.

Am 09. November 2013, dem 75. Jahrestag der Reichspogromnacht, nahmen mittags rund 35 Personen, darunter viele Antifaschist_innen an einem historischen und antifaschistischen Stadtrundgang statt. Hierbei beschäftigte man sich mit Fragen und Antworten was in der Zeit vor und während dem Nationalsozialismus in der Domstadt passierte, wie der antifaschistische Widerstand in Speyer aussah, wie es Jüdinnen und Juden erging und wo die Zeugnisse dieser Zeit noch heute im Stadtbild sichtbar sind. Nebenbei wurden während des Stadtspaziergangs entdeckte Aufkleber der rechtspopulistischen Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD), welche in letzter Zeit zahlreich im Bereich der Innenstadt auftauchten, entfernt.

Anschließend schlossen sich einige Antifaschist_innen spontan dem alljährlichen DGB-Gedenkmarsch für die Opfer des Nationalsozialismus an. Dieser führte mit 300 Teilnehmer_innen durch die Fußgängerzone und endete mit einer Kundgebung am ehemaligen Standort der Synagoge, welche in der Nacht vom 09. auf den 10. November 1938 niedergebrannt wurde. Hier gab es mehrere Redebeiträge, Rosen sowie Kerzen wurden niedergelegt und gemeinsam das „Lied der Moorsoldaten“ gesungen.

Wir bedanken uns beim Rosa-Luxemburg-Club Speyer für die Organisation der gesamten Veranstaltungsreihe, denn diese kann als ein voller Erfolg eingeschätzt werden.

Uns ist es wichtig, dass sich weiterhin kontinuierlich mit der Geschichte des Nationalsozialismus auseinandergesetzt wird, aus ihr gelernt wird, sodass Antisemitismus, Rassismus und Faschismus endlich auf den Müllhaufen der Geschichte geworfen werden können.

In diesem Sinne: Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!

Die Antifaschistische Aktion aufbauen!

Antifaschistische Aktion Speyer, November 2013

[Speyer] Antifaschistische Veranstaltungsreihe im Rahmen der „Woche des Antifaschismus“ vom 04. bis 10. November 2013!

Die antisemitische und nationalsozialistische Gewalt vom 07. bis 13. November 1938 fand am 9. November ihren vorläufigen Höhepunkt. Überall in Deutschland und Österreich – so auch hier in der Vorderpfalz – brannten die Synagogen, jüdische Geschäfte und Wohnungen wurden überfallen, demoliert und geplündert. Jüdinnen und Juden wurden gedemütigt, geschlagen, vergewaltigt und ermordet. Etwa 30.000 Männer wurden hierbei verhaftet und in die Konzentrationslager Buchenwald, Dachau und Sachsenhausen verschleppt.

Neben dem alljährlichen Gedenkmarsch des DGB, finden dieses Jahr in Speyer im Rahmen der „Woche des Antifaschismus“ auch zwei Veranstaltungen und ein Stadtrundgang statt. Hierzu lädt der Rosa-Luxemburg-Club Speyer ein.

Termine:

» Montag, 04. November 2013 – 19:00 Uhr – Gaststätte „José“ (Pistoreigasse)
Autorenlesung „95 Jahre Novemberrevolution – Eine andere Welt war möglich“

» Freitag, 08. November 2013 – 19:00 Uhr – Gaststätte „José“ (Pistoreigasse)
Autorenlesung „Die neuen Rechten – Zwischen Neoliberalismus und Rassismus“

» Samstag, 09. November 2013 – 14:45 Uhr – Büro der Partei „DIE LINKE“ (Armbruststraße)
Stadtrundgang „Spurensuche zu Orten und Ereignissen 1924 bis 1945“

» Samstag, 09. November 2013 – 16:45 Uhr – Alte Münz (Maximilianstraße)
Gedenkmarsch des DGB für die Opfer des Nationalsozialismus mit Abschluss in der Synagoge Beith-Shalom

Kein Vergeben den NS-TäterInnen, kein Vergessen den NS-Opfern!
Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!
Gegen jeden Antisemitismus!

Antifaschistische Aktion Speyer, November 2013

[Heilbronn] »Naziterror und Rassismus bekämpfen! Verfassungsschutz auflösen!« – Antifaschistische Demonstration am 02. November 2013!

Ein breites Bündnis aus antifaschistischen, linken und zivilgesellschaftlichen Gruppen und Organisationen führt im Oktober und November 2013 im Rahmen einer Kampagne unter dem Motto “Naziterror und Rassismus bekämpfen! Verfassungsschutz auflösen!” Veranstaltungen in Südwestdeutschland und eine bundesweite Demonstration in Heilbronn durch. Anlass ist der zweite Jahrestag des Auffliegens des faschistischen “Nationalsozialistischen Untergrunds” (NSU). Die aus rechten Strukturen stammenden Mörder sind jahrelang durch die BRD gezogen und haben zum Teil unter den Augen staatlicher Geheimdienste neun Menschen getötet und mit mindestens zwei Bombenanschlägen viele weitere verletzt. Das Motiv der Täter war ein tiefsitzender rassistischer Hass auf Migrant*innen. Zahlreiche Hintergründe sind jedoch weiterhin ungeklärt. In diesem Zusammenhang spielt die Neonaziszene in Südwestdeutschland eine wichtige Rolle, zahlreiche Spuren des NSU führen in diese Region.

Zugtreffpunkt aus der Rhein-Neckar-Region:

→ Samstag, 02. November 2013 – 11:00 Uhr – Mannheim Hauptbahnhof (Haupteingang)

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[Mannheim] Spontandemo gegen Repression!

Anlässlich der aktuellen Repressionswelle gegen antifaschstische Aktivist_innen in Baden-Württemberg haben heute ca. 60 Menschen unangemeldet in der Mannheimer Neckarstadt-West demonstriert. Die Demonstration war ausdrucksstark, laut und kreativ. Es wurden kleinere Barrikaden errichtet, die die eintreffenden Bullen auf Abstand hielten. Die mitgebrachten Flugblätter konnten so ohne weiteres verteilt werden und erreichten viele Passant_innen.

Video der Spontandemonstration:

Hier der Text des Flugblatts:

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[Mannheim] Pressemitteilung zu brutalem Repressionsschlag gegen Antifaschist_innen!

Am Dienstag, 08.10.2013 wurden morgens gegen 6 Uhr die Wohnungen von drei Mannheimer Antifaschist_innen von einem martialischen Polizeiaufgebot durchsucht. In Gruppen von bis zu 15 Uniformierten drangen die Polizeibeamt_innen in die Wohnungen der Betroffenen ein und bedrohten die Anwesenden teilweise mit gezogenen Schusswaffen. In einem Fall brach das Kommando sogar die Wohnungstür mit einem Rammbock auf, nachdem auf ihr Klingeln hin nicht schnell genug geöffnet wurde. Einzelne Mitbewohner_innen der Beschuldigten mussten sich bei dem brutalen Überfall mit erhobenen Händen niederknien, eine Mitbewohnerin wurde gezwungen, sich bei geöffneter Tür anzuziehen. Den Bewohner_innen wurde verwehrt, die Durchsuchung durch Anwesenheit in den einzelnen Räumen zu bezeugen. In zwei WGs wurden die Räume sowie das Innere der Schränke von den Cops komplett abgefilmt. (mehr…)

[Göppingen] Nazis stoppen – Kein Naziaufmarsch am 12. Oktober 2013!

Die Faschisten in der Region Göppingen haben in den letzten Jahren eine aktive Naziszene aufgebaut. Allein im letzten Jahr veranstalteten die selbsternannten “Autonomen Nationalisten Göppingen” fünf Kundgebungen und Demonstrationen und fielen immer wieder auf, durch Bedrohungen und Angriffe gegen Menschen, die nicht in ihre beschränkte Weltanschauung passen. Am 12. Oktober wollen sie nun erneut aufmarschieren. Das lassen wir uns nicht bieten!

Die Stadt Göppingen ist ein Paradebeispiel dafür, wie sich Naziszenen entwickeln können, wenn sie nicht frühzeitig als Problem erkannt und bekämpft, sondern stattdessen von Lokalpolitik und Stadtverwaltung verheimlicht und verharmlost werden. Wenn Nazis auf diese Art Raum geboten wird, nutzen sie diesen und breiten sich aus. Bringt man ihnen Gleichgültigkeit oder gar Toleranz entgegen, so zeigen sie verstärkte Präsenz durch Angriffe und Agitation. Jedes selbstbestimmte öffentliche Auftreten der Faschisten stärkt sie nach Innen und ist eine unmissverständliche Drohgebärde nach Außen. Je stärker und durchsetzungsfähiger sie sich dabei geben können, desto anziehender wirkt der Auftritt auf rechtsoffene SympathisantInnen, desto höher also die Gefahr von weiterem Zulauf.

Seit nunmehr über 90 Jahren morden sich der Faschismus und seine Vertreter durch die Geschichte. Mindestens 184 Tote durch Nazigewalt in der BRD seit 1990, die NSU-Morde und der rassistische Massenmord von Oslo sind aktuelle Beispiele der mörderischen Konsequenzen dieser Ideologie. (mehr…)

[Schifferstadt] NPD-Kundgebung gegen Asylbewerber_innenheim am kommenden Freitag!

Die faschistische „Nationaldemokratische Partei Deutschlands“ (NPD) plant am kommenden Freitag, den 04. Oktober 2013 eine Kundgebung im vorderpfälzischen Schifferstadt.

Unter dem Motto „Sicher leben – Asylflut stoppen“ / „Asylantenheim? Nein, danke!“ wollen die Neonazis zwischen 18 und 20 Uhr auf dem Schillerplatz in der Innenstadt gegen die Asylbewerber_innen hetzen, welche erst vor kurzem in ihre neue Unterkunft eingezogen sind.
Hier häuften sich bereits einige Wochen zuvor rassistische Äußerungen seitens der Anwohner_innen rund um das Asylbewerber_innenheim.

Angeblich soll ab 17 Uhr eine Gegenkundgebung am Schillerplatz angemeldet werden.

Weitere Informationen, etc. folgen zeitnah!

Gegen Neonazis, Rassismus und soziale Ausgrenzung!
Für eine solidarische Gesellschaft – Refugees welcome!
Es gibt kein ruhiges Hinterland!
Alerta antifascista!

Quelle: Antifaschistische Aktion Schifferstadt

[Stuttgart] Ihre Einheit heißt Krise, Krieg und Armut! – Gegen die Einheitsfeierlichkeiten am 3. Oktober 2013!

Am 3. Oktober sollen in Stuttgart die offiziellen Feierlichkeiten zum sogenannten „Tag der Deutschen Einheit“ stattfinden. Unter dem Motto „Zusammen einzigartig“ werden eine halbe Million Besucher zu dem Spektakel erwartet. Mit Partymeile, Bürgerfest, Gottesdienst, Spiel- und Sportarena und staatsoffiziellem Festakt soll die aufwändige Inszenierung vor allem eines: Den kompromisslosen Siegeszug des deutschen Kapitals der letzten 23 Jahren in hellem Glanz präsentieren und als Wohltat für die gesamte Bevölkerung verkaufen. Mit unermüdlicher Hetze gegen die DDR als sozialistischen Staat, sollen gesellschaftliche Perspektiven jenseits des Kapitalismus zugleich diskreditiert und als „ewig gestrig“ abgestempelt werden. Im Spotlight der großen Show stehen reaktionäre Impulsgeber wie Bundespräsident Gauck, der nicht nur den Rassismus eines Thilo Sarrazin für mutig befindet und den deutschen Kriegseinsatz in Afghanistan gerne fortsetzen möchte, sondern auch das Hartz4-Armutspaket als Muntermacher würdigt.

Was die Einverleibung der DDR und die 1990 angestoßene Entwicklungen für den größten Teil der Bevölkerung innerhalb der neugezogenen Grenzen der BRD tatsächlich bedeuteten, ist alles andere als ein Grund zu feiern. Massenarbeitslosigkeit, Armut, weitreichender staatlicher Sozialabbau, sinkende Reallöhne und prekäre Arbeitsverhältnisse. Das sind die Einschnitte, die für die kapitalistischen Interessen am „Standort Deutschland“ in den letzten Jahren in Kauf genommen werden sollten. Die Beteiligung der Bundeswehr an Kriegseinsätzen auf dem gesamten Globus zur Sicherung von Einflusssphären, Ressourcen und Absatzmärkten gehört ebenso zum „Deutschland-Komplettpaket“, wie eine passende ideologische Unterfütterung der kapitalistischen Mobilmachung: Schwarz-Rot-Goldener Einheitstaumel ist wieder voll im Trend und soll nicht nur bei Fußballspielen und an Feiertagen für ein nationales Gemeinschaftsgefühl sorgen, das weder Ausgebeutete noch Ausbeuter kennt und alle scheinbar an einem Strang ziehen lässt. Diejenigen, die nicht in dieses nationalistische Konzept passen, wie “unerwünschte” MigrantInnen, oder sozial Benachteiligte, haben dabei das Nachsehen. Rassistische und sozialdarwinistische Stimmungsmache und Gewalt, haben in den letzten 20 Jahren in Pogromen und Morden immer wieder traurige Höhepunkte erlebt. (mehr…)